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Sonntag, 7. Dezember 2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014

das buch

ich hatte unsere treffen verschoben. er mochte bücher und mich. irgendwann fuhr ich ihm nach, es war weit, draussen war es kalt. nichts hinderte ihn daran, mir die stadt zu zeigen. ich zitterte und er gab mir seinen schal. ich redete kaum. er erzählte viel.
später lag ich auf seinem bett. ich schaute die decke an und ich war nackt. dann nahm ich ein buch, öffnete eine mir unbekannte stelle und las ihm vor. er rauchte und hörte zu. ich mochte die geschichte nicht, aber ich mochte die worte. einige seiten später nahm er mir das buch wortlos ab. vergrub seinen kopf in meinem schoß und schloss seine arme um mich. draussen fing es an zu schneien. so blieben wir liegen. wortlos.


Dienstag, 26. März 2013

kapitel 1

lolita zu lesen brennt mir in den augen. ich tat es gleich zweimal. dann wusste ich nicht, wer hier irre ist. humbert humbert oder ich. oder doch nabokov?  ich glaube humbert. er, der hebephile, wurde von nabokov zwar geboren um lolita zu begehren und zu lieben. aber er ist derjenige, der sie mitnimmt, sie als seine tochter ausgibt, mit ihr sex hat und letztendlich an ihr zugrunde geht.
wenn man jedoch weiss, wie nabokov stirbt & sein roman fast mit, ist er vielleicht doch der irre. und ich auch. weil ich, trotz massiver abneigung, weiterlese und mich tief in den verlockenden und blütenweissen gedankenbildern vergrabe:

'lolita, licht meines lebens. feuer meiner lenden. meine sünde, meine seele. lo-li-ta: die zungenspitze unternimmt eine reise von drei schritten den gaumen herunter, um beim dritten an die zähne zu stoßen. lo. li. ta.'

wem das nicht genügt weiterzulesen, fehlt triebhafte romantik und lust auf sprachabenteuer. und wo begehren aufhört und sex anfängt, halte ich inne. die vorstellung schneidet mich. irritiert mich. wie gut, dass nabokov viel über humbert's begierde schreibt. bis diese endlich feuer fängt.


Freitag, 8. Februar 2013

was liebe ist

Sonntag, 3. Februar 2013

Dienstag, 13. November 2012

wie wahr


Dienstag, 2. Oktober 2012

auszug


Mittwoch, 2. Mai 2012

liquid lunch

Donnerstag, 2. Februar 2012

fragen

ist monogamie ein notwendiges übel?
welche dunklen geheimnisse hat man schon geteilt?
was oder wer lässt den puls höher schlagen?
ist die geburt ein magischer akt oder eher eine qual?
wer ist ein held?
geld oder liebe?
lernt man aus fehlern?
wie ist es einen tag unsichtbar zu sein?
eine grosse stärke?
der ultimative liebesbeweis?
was würde man anders machen wenn man neu anfängt?
wer beschäftigt sich mit den pledjadischen theorien und den prophzeiten veränderungen im jahr 2012?
woran erkennt man, dass man recht hat?
was ist der wichtigste ratschlag, den die mutter mitgab?
auf welchen der fünf sinne möchte man niemals verzichten?
grau oder schwarz?
chronische schmerzen oder akuter kopfschmerz?
ist lähmende gefühlskälte oder schmeichelnde herzwärme sicherer?
nochmal vier jahre alt sein?

Montag, 24. Oktober 2011

1100


besuche hatte mein kleiner blog in den letzten 4wochen.
das freut mich.

naja. hm. irgendwie fällt mir jetzt gar nichts ein. doch.

montage mag ich nicht. die dunkelheit nervt. kochen tut gut. und ich lese zum zweiten
mal millers wendekreis des krebses. grobe thematik. aber manchmal passt es. ins köpfchen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

auslage






ach, das war gestern abend.

da ging noch ein warmer wind. viele leute auf den strassen. alleine oder

in grüppchen. pärchen. paar verträumte. paar aufmerksame.

paar einsame.

bahnfahren wollte ich nicht. ich lief.

und fand kleinigkeiten, die das leben schöner machen.

Dienstag, 30. August 2011

sinn-frei

echtleben beschreibt das gefürchtete falling-down eines berufschreiberlings.
dieses buch ist nicht umsonst ins fegefeuer der kritik geraten.
kullmann erzählt wie man durch eine schlechte auftragslage - in den hartz4 -container landet. mit 13euro am tag auskommen muss.
das, obwohl man gebildet, klug & fleissig ist. wie man durch sparmaßnahmen am essen bald schon hüftknochen spürt. no-social-life mehr hat.
das was an diese tv-grütze -mitten im leben- anlehnen soll, ist jammern auf verdammt hohem niveau. was ein blödsinn.
diese seifenblase DEN job zu verfolgen & nicht davon abzukommen -sprich einen traum zu leben ist nicht zu vergleichen mit langzeitarbeitslosen oder mit den 13% der deutschen, die tatsächlich unter der armutsgrenze leben. und wohl noch lange so in der starren position verharren müssen. hier geht es nicht um träume- es geht ums überleben. diese 'echten' sind unberührbar. niemand möchte sie sehen. niemand möchte sie verstehen und vor allem möchte niemand mit ihnen in einen topf geworfen werden.
kullmann versucht jedoch genau das, badet im selbstmitleid & doch gleichzeitig separiert sie sich. arm- aber sexy. bildung versus dummheit. schlimme jobs gibt es- ich wehre mich aber gegen das anpacken.
danke & schon haben wir einen neuen autobiographischen roman auf dem markt.
kullmann -jahrgang 70, wurde im rhein-main-gebiet geboren und lebt, tadaaaa, nein, nicht in berlin. sie lebt in hamburg am meer.
vielleicht hätte sie in berlin diese erfahrung nicht gemacht. vielleicht schon.

das, was sie schreibt ist leben, aber alles andere als echt.

Mittwoch, 24. August 2011

gynoid-fuhrpark



aus silicon

welch ein lesehappen

Mittwoch, 10. August 2011

neues vom schoß





da ist sie wieder. unsere frau roche. vor drei jahren berichtete ich von charlottes feuchtgebieten - einem hemmungslosen ausflug in die dunkelsten körperöffnungen ihrer selbst. mit klinisch sterilen worten gelang es ihr die verkrampftesten unter uns neugierig zu machen , sie mit worten analsex, feuchten muschis und körperausscheidungen zu füttern und letztendlich doch eine ganz normale geschichte eines mädchens zu erzählen, welches ja nur versuchte die ehe ihrer eltern zusammenzuhalten.
dieses schleimhautfarbene buch wurde in den medien zerrissen und - siehe da- wie befürchtet ein millionenbestseller.
bis auf den skandal drumherum, den mut und den pinkfarbenen einband habe ich feuchtgebiete fast schon wieder vergessen.

jetzt folgt teil 2 - schoßgebete.


passend zum thema natürlich.klar formuliert. persönlich. emanzipiert. anus versus schwarzer. und da es immer schöner ist aus der ich-form zu erzählen, hat dieser roman mehr als nur autobiographische züge, was im ersten teil schon still durchsickerte.
schoßgebete also. eine frau mit dem namen elizabeth. die protagonistin. und stop - diesmal handelt es sich bravbürgerlich um eine ehe, eine familie, ein sexleben, einen todesfall, welcher das zentrum des buches darstellt und eine hommage an die therapie. ja, roche hätte auch ein trockenes werbebuch über psychotherapie schreiben können.
aha, also ein egozentrisches protokoll einer zwangsgesteuerten person , welche tatsächlich viel unglück erlebt und jederzeit auf das schlimmste gefasst ist. wäre da nicht der sex. der sie frei und sicher macht. oder den sex, den man gerne hätte, wenn man einfach mehr zeit hätte.

hahha und spätestens ab hier bin ich mir sicher, steuert frau roche wieder auf unsere verdorbene wunschecke zu. sie greift auf, was wir denken, aber niemals zu sagen wagen oder gar zu tun vermögen.
also findet sich biokost neben blowjobs wieder. bordell neben blümchensex. blasen neben babyfläschen und eine romantische achterbahn der gefühle.


diese kluge art geschlechtsverkehr näher als nahe zu bringen, peitscht die verkaufszahlen wieder in die höhe. und da prüde und dumme sich am meisten aufregen und die boulevardpresse meist pornographischer als roches' selbstversuch ist, bin ich überzeugt und hole mir dieses band.


die stimme aus dem off- oder was mir eben ein gedanken-voller schrieb:

... hm es ist konsum. es ist die faszination der breiten masse an dem was sie sich erträumen, längst vergessen haben oder vor dem sie sich ekeln, es sind meist dieselben leute, die an verkehrsunfällen stehen bleiben oder die sonnenliegen mit ihrem veranzten badetuch reservieren.... es ist massenkonsum und es bleibt dahingestellt, ob es gut ist oder nicht. denn das entscheidet jeder für sich. ich für meinen teil finde es dadurch irgendwie uninteressant und der hype zieht an mir vorbei. den das thema ist zu plakativ und zu billig abgesehen von der formulierung des ganzen.

Mittwoch, 26. November 2008

amor fati




einfallsreiche belletristik für einen sehr lieben nahen freund.

habe es selbst noch nicht gelesen - hört sich jedoch vielversprechend an:

das glockenspiel von san salvatore riß josef breuer aus seinen träumen. er zog seine schwere goldene uhr aus der westentasche. neun. zum wiederholten male studierte er das billett mit silberrand, das er am vortage erhalten hatte.

21. oktober 1882
doktor breuer,
ich muß sie in einer dringlichen angelegenheit sprechen. die zukunft der deutschen philosophie steht auf dem spiele. ich erwarte sie morgen früh um neun uhr im café sorrento.
lou salomé
- eine impertinenz! eine unverfrorenheit, dergleichen er seit jahren nicht erlebt hatte. er kannte keine lou salomé. keine adresse auf dem kuvert. keine möglichkeit, dieser person mitzuteilen, daß neun uhr eine unpassende zeit sei, daß es frau breuer ganz und gar nicht gefiele, alleine frühstücken zu müssen, daß dr. breuer ferien macht und daß ihn "dringliche angelegenheiten" nicht interessierten, ja, daß dr. breuer gerade deshalb nach venedig gereist sei, um sich "dringlicher angelegenheiten" zu entziehen. und doch saß er nun punkt neun hier im café sorrento, musterte die gesichter der gäste und fragte sich, wer von den damen wohl die impertinente lou salomé sein mochte.

Mittwoch, 12. November 2008

ein asteroid am rande des wahnsinns



'gesundheitstermine sind die letzten termine die ich noch einhalten kann. wenn man den arzttermin nicht mehr schafft, tut sich vor einem eine bodenlose leere auf. der arzt ist der letzte, der jemanden wie mich in einem sinnvollen, menschlichen rahmen halten kann, ärzte stehen noch über chefs, über politikern, über eltern, nach dem arzt kommt das nichts. für einen wie mich. eben habe ich mal wieder in das eine alte auge von fräulein bethke, der sprechstundenhilfe, gestarrt. man kann nur in das eine blicken, denn das andere ist, seitdem ich in diese praxis komme, zugeklebt. ich weiß nicht, warum es zugeklebt ist, die frau ist deutlich über fünfzig, ihre sehschärfe kann man nicht mehr richten wie bei einer fünfjährigen, wieso also verklebt man ihr das eine auge? oder ist sie viel jünger als sie aussieht? blödsinn. das eine auge ist verklebt und das andere stiert einen missmutig durch eine hornbrille an, die aber für zwei augen geschliffen wurde. das pflaster hinter der blinden seite wird durch das brillenglas vergrößert. da das sehende auge so missmutig ist, starre ich immer auf die poren des pflasters, kann dort aber keine ablenkung finden vor der stählernen prüfung …' (auszug s.7)

'trennung ist ein schwerer entzug. warum es dafür wohl keine entzugsanstalten gibt? für all die, die diesen entzug nicht überstehen, sich und andere umbringen oder im rinnstein landen.
mein kaffee war mein methadon. mein kaffee und unendliche onanieorgien...' (s. 21)

rocko schamoni ist ein rotziges, aber dennoch herzliches, ja fast ein menschliches buch gelungen. ein buch über die unsicherheiten des lebens. die zu stark zu werden drohen - die schamonis held zu der schlussfolgerung treiben: er werde sie nie bewältigen und abrutschen, als teil der 'überflüssigen'.
ein buch, das aber ein gegenmittel gegen die resignation ( 'die edelste nation ist die resignation.', so schamoni) erfindet: eine überbordende sprachliche energie. ein tau-ziehen der gedanken. ein kontrast zum blumigen, zuckerwatte-leben.
aber wenn man so will - die einzige möglichkeit, sich selbst aus dem dreck zu ziehen.

da ist er also, mein siamesischer-schreib-zwilling! gottseidank- es gibt ihn doch.

live-lesungen: u.a. 18.12. mousonturm, frankfurt
mehr: www.rockoschamoni.de

Mittwoch, 1. Oktober 2008

erlesen

'ich benutze mein smegma wie andere ihre parfümflakons. mit dem finger kurz in die muschi getunkt und etwas schleim hinters ohrläppchen getupft und verrieben. wirkt schon beim begrüßungsküsschen wunder.'
grimmepreisträgerin charlotte roche hat ihren ersten roman geschrieben. und der anschlag von 'feuchtgebiete' ist schnell erzählt. nach einer missglückten arschrasur (ja, a-r-sch-rasur) liegt die 18-jährige helen mit einer analfissur im krankenhaus ( 'maria-hilf'). sie nutzt die tage auf der station, nicht etwa um zu lesen oder musik hören. nein. um einen plan zu schmieden, der ihre geschiedenen eltern wieder zusammenbringen soll. vor allem aber experimentiert sie mit allen körperöffnungen, lebt ihre ganz eigenen vorstellungen von sexualität und hygiene . irritiert sind nicht nur die krankenpfleger. sondern auch ich. hämorrhoiden, analverkehr - lasse ich noch in meinen politsch-korrekten alltag einfliessen. aber diverse toilettenexperimente (das absichtliche herumrutschen der protagonistin mit ihrer muschi auf einer öffentlichen toilette) und ausgefallenere masturbationsvarianten (...) hauchten mir regelrecht übelkeit ein.
atemlos- und mit schmuckloser, sehr direkter sprache hetzt roche von tabu zu tabu. manchmal müssen neologismen her, wenn dem duden bei roches detailverliebtheit die worte ausgehen.
für verkrustete spermareste unterm fingernagel - führt sie das wort sexandenkenkaubonbon ein.
die schockeffekte wirken zunächst wie eine billige provokation. sollte es wohl nicht sein. roche setzt mit ihrer heldin nur um, was bereits seit '68 in sachen gleichberechtigung von frauen gefordert wird. und dann liest sich das smegma hinterm ohrläppchen als plädoyer für ein positives verhältnis zum eigenen körper und zur sexualität.

nun: für lange zugfahrten, gegen durchblutungsstörungen (ekel-blässe wechselt schamesröte verdammt schnell ab) & als persönliche voyeuristische plattform - ein wahres hilfsmittel.


Donnerstag, 24. Juli 2008

noch mehr feuchtgebiete



her damit.


weg damit

Dienstag, 17. Juni 2008

curd rock

unsere heldin lapared (und ihr co-autor curd rock) erlebt und beschreibt wie sie sich 'konsequent' von 119 (ihrer grossen liebe) trennt.

was mal als blog angefangen hat http://www.blogigo.de/Lapared, wurde jetzt gedruckt und ist eine liebenswerte, sommerleichte und käufliche lektüre im handtaschenformat.

bittschön:

'im leben einer frau gibt es zwei große niederlagen. die eine: unerwiderte liebe. damit habe ich bekanntlich kein problem. die andere: halbnackt in der umkleidekabine stehen und die verkäuferin bitten müssen, die hose eine größe größer zu bringen. damit auch nicht. ich musste heute darum bitten, mir die hose zwei größen größer zu holen. aber was soll´s, die nächsten tage gibt´s ja nicht viel. leichtes weihnachtsgeflügel, ein wenig gebäck… da ist das flugs wieder runter.überhaupt umkleidekabinen. ich verstehe das nicht. da investieren unternehmen millionen, ums uns nahe zu bringen, dass einzig ihre konfektionswaren uns glücklich und schön machen werden, und wenn wir dann im laden stehen, wenn sie uns fast haben, ein paar millimeter vorm ziel... da reichts nicht mehr für ´ne anständige glühbirne. da ist es nicht möglich, die umkleidekabinen mit licht auszustatten, in dem wir einen rest gesichtsfarbe haben und nicht jede delle am hintern sehen. dämlich.übrigens war die hose zwei größen größer nicht mehr da. stattdessen besitze ich nun ein weiteres paar stiefelchen. meine schuhgröße war immer noch die alte.'

(das ist curd rock)


'waren das noch zeiten! aufwachen und versuchen, nicht an 119 zu denken. kaffee trinken und versuchen, nicht an 119 zu denken. käsekuchen essen und versuchen, nicht an 119 zu denken. mehr käsekuchen essen und versuchen, nicht an 119 zu denken. wieder einschlafen und versuchen, nicht an 119 zu denken... frei und unbeschwert von profaner erwerbstätigkeit den lieben langen tag einzig und allein der einen, beglückenden aufgabe widmen zu versuchen, nicht an 119 zu denken – ein leben war das! doch nun... seit stunden quäle ich mich mit diesem verkackten job ab. man kommt zu nichts. nicht zum heulen. nicht zum jammern. nicht zum in selbstmitleid baden. claims, headlines, tv-spots... sonst habe ich nichts mehr im kopf. nicht ein einziges mal konnte ich heute ungestört versuchen, nicht an 119 zu denken. so geht das nicht weiter. dieses arbeiten bekommt mir nicht. es lenkt mich einfach zu sehr ab.'

unterstützen wir die liebe lapared (und curd rock) und kaufen ihr buch, welches im juni erschienen ist.

Dienstag, 22. April 2008

wieder mal

das erste mal sah ich seine werke (face to face 8) auf dem friedensplatz ende september 2001 in darmstadt - durch zufall. die fotographien wurden auf 1m x 2m vergrössert. paar dieser stücke habe mit meiner kamera aufgenommen, welche leider nur eine uralte spiegelreflex war. wirklich losgelassen haben mich die originaleindrücke nicht - der name des künstlers ist mir naiverweise entfallen - mir blieben nur verschiedene portraits von reisenden in den u -bahnen und metros europäischer großstädte in gedanken. bis heute.

und das habe ich gottseidank gefunden:


georgi dawidowitsch rader, moskauer metro ,silver gelatine print 60x90 cm

klementyna zielinska (warschauer u-bahn) silber gelatine print60x90 cm

ilse gewenz-medler (berliner u-bahn) silver gelatine print60x90 cm


>mein lieblingsportrait<


lisa gaultier mit vater gabriel (pariser u-bahn) silver gelatine print60x90 cm


und auch das:

tomasz kizny (*1958 in polen) ist nicht nur ein fotograph - das musste ich bei näherem lesen und hinsehen schnell feststellen. richtig bekannt wurde er durch seine journalistische tätigkeit und als schriftsteller.

2003 brachte er das monumentale dokumentationsband GULag (russ.: hauptverwaltung der besserungsarbeitslager) in paris heraus. dafür hat kizny 15 jahre recherchiert, viele historische fotos aus dem GULag gesammelt, orte und überlebende aufgesucht und zahlreiche eigene aufnahmen gemacht. zu sehen sind zwangsarbeiter, welche in der arktischen kälte nach gold und uran schürfen mussten, die nie vollendete nordeisenbahn, bei deren bau tausende gefangene ihr leben ließen, steckbrieffotos von häftlingen und vieles traurige mehr.


tomasz kizny "GULag". text englisch. ca. 457 bilder, 496 seiten

das alles zeigt mir, dass kunst nicht nur 'qualvoll' schön, exorbitant, sondern auch sehr informativ und sehr viel arbeit sein kann.