- sie wachte auf. das licht im flugzeug war gedimmt. sie flog in die ländlichen berge. ihr vater wurde 80. sie hasste familienfeiern. aber der grad der verantwortung bohrte sich durch sie durch wie ein frischgeschliffenes messer. sie liebte ihren vater. obwohl er sie damals berührte. meistens im urlaub, während ihre mutter schlief oder im pool plantschte. sie muss 8 jahre alt gewesen sein.
schnell bestellte sie sich einen wodka. wie immer, da sie flugangst hatte und den ekel der erinnerungen runterschlucken wollte.
dann dachte sie an ihn.- warum flüchtest du immer, fragte er. weil ich liebe nicht aushalte, antwortete sie. dann küsste sie ihn. ein letztes mal.
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Sonntag, 17. Februar 2013
mais je ne le suis pas
Freitag, 6. April 2012
Freitag, 20. Januar 2012
Montag, 2. Januar 2012
wie benimmt man sich mit 80?
london ist morgen, heute ist noch betthüten angesagt. was kommt mir besseres in den sinn als
eine wunderbare komödie anzuschauen?
giulia wird 50 & ist mit ihren besten freunden zum essen verabredet. doch sie erscheint nicht
& läuft durch die stadt. und trifft auf einen ganz besonderen mann.
grossartig & forever young steht nichts mehr im wege.
eine wunderbare komödie anzuschauen?
giulia wird 50 & ist mit ihren besten freunden zum essen verabredet. doch sie erscheint nicht
& läuft durch die stadt. und trifft auf einen ganz besonderen mann.
grossartig & forever young steht nichts mehr im wege.
Sonntag, 1. Januar 2012
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Dienstag, 27. Dezember 2011
Samstag, 24. Dezember 2011
liebe freunde
wer an weihnachten die herzen nicht weit genug geöffnet hat oder immer noch genug platz darin findet, der sollte sich mal den film kolja anschauen.
frohe weihnachten.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Montag, 19. Dezember 2011
das polnische meer
herr abel korzeniowski hat es geschafft. ich lausche nicht seiner musik - ich sauge sie auf. so eine tiefe. und eine zurückhaltung. aber dann wieder leben. es erinnert mich an das meer. kommen und gehen. alt und neu. geben und nehmen.
wie wunderbar.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Sonntag, 11. Dezember 2011
Samstag, 10. Dezember 2011
der, der leiden schafft
ein film. ein porno, nein, aber ein zeigen-dürfen.
38minuten - ein höhepunkt. oder bis zum höhepunkt.
und warum ist der film so kurz?
vielleicht weil dieser aus spendengeldern finanziert wurde. über eine internetkampagne.
oder weil man sich auf das wesentliche konzentriert.
fasziniert bin ich vom jungen regisseur. attraktiv. mutig. geradeaus. und weich.
seine bilder attraktiv. mutig. geradeaus. und weich.
er sagt genau das aus - was ich auch drehen würde.
merci monsieur moya.
Sonntag, 27. November 2011
kienholz
gestern konnte ich die werke von edward kienholz (1927-1994) in der schirn besichtigen. da gab es einige- von kleineren dreidimensionalen werken bis hin zu imposanten raumfüllenden tableaus. seine betretbaren installationen und lebensgrossen skulpturen wurden mit hilfe von gipsabdrücken, lack, farbe, licht, flohmarktfunden und alltagsgegendständen zu einer einheit kreiert, was ihr einen völlig neuen sinn schenkte.
sozialkritisch und provokativ setzte sich kienholz u.a. mit rassendiskriminierung, unterdrückung der frau, durch massenmedien verursachte abstumpfung der gesellschaft und auch abtreibung ganz gezielt auseinander.
aber warum hat es die ausstellung geschafft in mir eine art fremdscham und ekel auszulösen?
'the pool hall' zum beispiel- zeigt zwei männliche billiardspieler, welche versuchen die kugel im weiblichen geschlecht zu versenken. das geschlecht blutig. alles ganz plastisch dargestellt. lebensgross.
für mich ein offenlegen der wunden einer gesellschaft. das hauptaugenmerk sollte auf randgruppen, auf alternative wege, kranke, arme und alte und nicht auf die gegenwärtige, enthemmte konsumkultur gerichtet werden. die spießige bürgeridylle - oder- der klassische american way of life wurde radikal mit absurden, aber auch aktuellen themen kombiniert. was dann jedoch weitgehend über eine reelle ebene hinausgeht. eine mixtur. vulgär. obszön. komisch. gewaltsam. und abstoßend.
'adrenalingetränkter zorn hat mich durch meine arbeiten getrieben.' so einst kienholz.
ja, ich fühlte mich auch etwas verprügelt. und veräppelt zugleich. und das - siehe da- bleibt unvergesslich.
Samstag, 26. November 2011
les amours imaginaires
francis< ich muss mit dir reden. ähm. nein, genau. ich bin jemand, der. ähm. ich bin gerne mit dir zusammen. verstehst du? ich fühle mich- ich fühle mich gut. ich bin gerne mit dir zusammen (hustet).ok, stell dir vor (schluckt), stell dir vor dass, nehmen wir an, dass du einen freund hast. und dass der dann einen kerl kennenlernt. er lernt einen hübschen jungen kennen. witzig. charmant. er sieht natürlich gut aus. er ist, ..., er ist intelligent. er ist - kultiviert. er ist so offen- das fällt dir gleich auf, du sagst dir wahnsinn, so ein offener mensch, das - das - das berührt dich das - das verführt dich, es berührt dich sehr. es berührt dich. dann ist es sehr innig und sehr witzig. und es ist (schnieft) - angenommen du triffst den hübschen freund. wie reagierst du dann? wie ?>
nicolas < ich liebe dich >
francis< ich habe grosse lust dich zu küssen (pause) - (schnieft) - ich.... ja- ich weiss nicht, warum ich dir das sage. nein es ist nur so, dass,... der herbst geht zu ende. ich werde, ich werde langsam heizen müssen. und dann habe ich mir gesagt, dass es wirklich viel einfacher wäre, wenn, wenn da jemand wäre, weil, weil es einfacher ist, wenn da jemand ist. es ist einfacher. seufzt.>
geständnisszene bei 77:21. streichorchester. eine ouvertüre.
marie <6 ist mir egal. es ist nicht das wichtigste. das wichtigste ist- mit jemanden aufzuwachen.es ist gut zu wissen, dass jemand da ist, wenn ein böser kerl kommt. das ist eine metapher. es kommt nie ein böser kerl- aber...du wachst mit dem wind auf. und dann. spürst du den bauch der person die dich liebt. und den warmen atem in deinem nacken. das ist es.>
geständnisszene bei 86:16. marie deprimiert.
beides traurig. und wahr.
nicolas < ich liebe dich >
francis< ich habe grosse lust dich zu küssen (pause) - (schnieft) - ich.... ja- ich weiss nicht, warum ich dir das sage. nein es ist nur so, dass,... der herbst geht zu ende. ich werde, ich werde langsam heizen müssen. und dann habe ich mir gesagt, dass es wirklich viel einfacher wäre, wenn, wenn da jemand wäre, weil, weil es einfacher ist, wenn da jemand ist. es ist einfacher. seufzt.>
geständnisszene bei 77:21. streichorchester. eine ouvertüre.
marie <6 ist mir egal. es ist nicht das wichtigste. das wichtigste ist- mit jemanden aufzuwachen.es ist gut zu wissen, dass jemand da ist, wenn ein böser kerl kommt. das ist eine metapher. es kommt nie ein böser kerl- aber...du wachst mit dem wind auf. und dann. spürst du den bauch der person die dich liebt. und den warmen atem in deinem nacken. das ist es.>
geständnisszene bei 86:16. marie deprimiert.
beides traurig. und wahr.
Mittwoch, 23. November 2011
tea time im kunstverein
wie schön. das café im kunstverein ist wieder offen. unter neuer leitung (der molokobetreiber) lädt hier wieder leckerer kuchen, frische säfte und andere leckereien zum buchschmökern und zur plauderei ein.
es ist freundlich hell und die grossen schaufenster öffnen den blick nach draussen. die stühle sind bequem. die bedienungen freundlich. so lässt es sich aushalten.
ja, ich war begeistert am wochenende.
Sonntag, 20. November 2011
könig david
ein investmentbanker. und seine frau.
ein neuer job. umzug nach frankfurt. sie folgt ihm. alles scheint perfekt.
die altbauwohnung. der luxus. die beziehung. doch svenja (nicolette krebitz) fühlt sich bald als ein anhängsel ihres mannes oliver (mark waschke). emotional vernachlässigt. oder es ist alles erreicht. es riecht neben der espressomaschine, dem sideboard und den joggingschuhen nach- nach kind. vielleicht. es fehlt was anderes.
sie lernt cordes (robert hunger-bühler) kennen. den chef ihres mannes. cordes. ein raubtier. ohne herz. ohne liebe. zum banker des jahres gekürt. cordes verfällt svenja. lässt seine macht spielen und svenjas mann bald nach indonesien versetzen. svenja fühlt sich durch ihren mann betrogen, der die abmachung bricht und sich wieder auf eine versetzung einlässt.
ungehindert kann cordes nun in die hungrige welt svenjas eindringen.
angedeutet wird hier die biblische bathseba-geschichte. könig david schickt den mann in den krieg, um mit seiner frau zu schlafen
frankfurt als zentrum der handlung. reichtum und gleichzeitig verwahrlosung. und hier entsteht nun die ambivalenz.
im niemandsland der gläsernen aufzüge, der langen grauen teppichkorridore und der verkabelten grossraumbüros, wo sich die brut der ambitionieren aufsteiger unter der chefetage versteckt. hier.
hier soll liebe entstehen. versteckt in einer affäre. hinter gläsernden fassaden. transparent und gleichzeitig
undurchlässig.
der film erinnert an die moderne form des letzten tango von paris. anonyme begegnungen. leere wohnungen. sex. rituale. denn auch hier lässt der geschlechtsakt die beiden vergessen.
kontrolle vs. kontrollverlust. beides hat sich gefunden. liebe verwzeifelt gesucht.
mit schwebender kamera inszeniert hochhäusler einen aussergewöhnlichen, niederreißenden und kühlen film und entlarvt die dabei wohlstandsgesellschaft, die auch mal über den rausch der liebe reden darf.
ja. ich wurde getroffen.
Sonntag, 13. November 2011
etwas casablanca
welche eine intelligente tragikomödie. klassisch mit ängsten, neurosen & all den marotten eines single-newyorkers, der unbedingt versucht wieder eine frau kennenzulernen. allen in seiner besten form. so- play it again sam.
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