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Montag, 8. Februar 2016

das wasser und der mann

leise lief ich den strand entlang. niemand sah mich. es war kalt und der wind wühlte mein haar auf. der regen begann, doch ich lief weiter. an einer stelle blieb ich stehen und sah auf das wild gewordene wasser hinaus. der ozean schien alles zu verschlingen. den wind. den regen. die schreienden möwen. das grau des wasser unterschied sich kaum noch vom himmel. und es war laut. in mir war es auch laut. mein herz war ein einziges orchester. ich lief weiter. meine augen tränten, da sich das salz im wind dort verfing. doch so sehr ich auch meine augen verschliessen und schützen musste, sah ich dich  dort im ozean. ich spürte deine unbändige kraft. und deine art dinge zu vereinen. und wieder zu trennen und wegzuspülen. es tat kurz weh. dann lief ich weiter.

Freitag, 9. Oktober 2015

Donnerstag, 21. Mai 2015

poetik des raums

ich sitze in der küche und höre die kuckucksuhr. der kaffee kocht. es ist übrigens keiner mehr da. also gehe ich raus.
die mauersegler toben umher und es fühlt sich nach gewitter an. den regen riecht man schon auf dem asphalt. vor dem supermarkt sitzt ein penner. ein schild gibt das wort obdachlos her und nebendran steht ein becher und ein bild vom winkendem papst johannes dem 2. ich muss kurz schlucken. wahrscheinlich wollte der obdachlose signalisieren, dass das gespendete geld für einen guten zweck ist oder der papst sollte dazu aufmuntern ihm was in den becher zu werfen. ich weiss es nicht. er tat mir leid. oder doch eher die kinder, die nun mit rosa sonnenbrillen rumlaufen und ihrer mutter ähnlich sehen? auch das weiss ich nicht. ich bin froh wieder in meiner wohnung angekommen zu sein. mit der kuckucksuhr und dem brummen des kühlschranks. ich atme auf. schaue raus. es ist grün.
und das leben geht weiter. so war es schon immer.


Mittwoch, 1. April 2015

Dienstag, 19. August 2014

postskriptum

die geräusche der aussenwelt vermischten sich zu einem ton. das krähenkrächzen, spatzenrufen und vorbeifahrende autos sind nicht mehr eindeutig identifizierbar. ich liege im bett auf dem rücken. die kühle luft fliesst ungehindert durch das halbgeöffnete fenster. meine gedanken machen keine berg- und talfahrt mehr. ich werde älter.
als wir uns das erste mal sahen, waren wir kinder. als wir uns das letzte mal sahen, waren wir erwachsene. hier könnte man denken, wir hätten viel gelernt. aneinander beigebracht. gezeigt. verloren. verziehen. als wir auseinander gingen, war alles wieder jungfräulich, ja fast kindlich.
neutral würden andere sagen.
ich denke an die letzten gemeinsamen stunden zurück. du hast mich lange im arm gehalten. ich habe abgeschaltet. dein herz hat mich navigiert. ich konnte nie vertrauen, doch ich tat es. es war keine frage mehr. ich tat es einfach.
nüchtern betrachtet waren wir nie ein paar. aber wir waren eine einheit, die der welt gewachsen war. so konnten wir die schicksale stemmen. wir konnten den anderen aufheitern. ihn begleiten. motivieren.
unser ende kam zu schnell. der verstand schnitt uns auseinander. unsere herzen schlugen immer noch im gleichen takt.
im alleingang ist alles anders. die wahrnehmung konzentriert sich auf details. der tag wird aufgesaugt, wie ein schwamm. die nächte werden nicht mehr unterbrochen. aber sie werden unbedeutend.
und wenn ich so im bett auf dem rücken liege und der einheitliche ton sich wieder in krähenkrächzen, spatzenrufen und autogeräusche aufteilt, die kühle luft noch frischer ist als vorher, so weiss ich, dass ich angekommen bin.

Montag, 1. April 2013

Freitag, 29. März 2013

holy thursday


merci an die life saver a&cm

Freitag, 8. März 2013

friday


ich liebe diesen song. er hat  leichtigkeit & tiefe zugleich. und so viel sehnsucht.

Dienstag, 12. Februar 2013

draussen