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Sonntag, 1. April 2012

sonntag

zwischen zeitungen, kaffee und etwas halsschmerzen wache ich so langsam auf und höre die vögel draussen zwitschern. es ist 7:10 uhr. der 1.april. und kein scherz. in der küche ist das licht angenehm. die luft durch das offene fenster kühl. noch vier tage. dann holt mich freie zeit ein. vielleicht fotographieren.  mehr schlafen. keine augen-donuts mehr. mehr sport. hm, zum schreiben komme ich kaum noch. die muse küsst viele- nur mich gerade nicht. espresso nr. 2 läuft gerade durch. mit viel milch.

und dann denke ich manchmal über das 'bessere leben' nach.




verdammt juliette. ich beobachte dich seit 1988. wie echt kannst du noch spielen? und du siehst hervorragend aus.
chapeau!

Donnerstag, 29. März 2012

gauck in poland

Freitag, 30. September 2011

little one

ja, das bin ich.
ich war knapp 5 jahre alt.
saß im wohnzimmer meiner oma.
in meinem sonntagskleid. ich hatte, soviel ich weiss, auch nur dieses
eine. sonst trug ich durchgehend hosen. strumpfhosen. und nicht zu
vergessen - pantoffeln.
gestellte fotos waren nie mein ding.
hier wurde ich abgelenkt. dehalb ist das lachen natürlich. schüchtern,
aber natürlich.
praktisch ein schnappschuss.
meine mum war ebenfalls dabei. meine oma.
mein vater. meine zwei tanten. mein onkel und mein kleiner cousin oskar.

ich mochte es, wenn viele leute um mich herum waren. es war was los & es wurde viel gelacht.
alleine war ich ungerne.

von diesem tag gibt es eine ganze serie von bildern. meine mutter sieht
wunderschön aus. mein vater ein held.
oma hatte ganz viele bücher. getrockenete blumen. überall stand und lag was interessantes rum. sie machte den leckersten gedeckten apfelkuchen.
und erzählte die besten geschichten. meine oma lebt leider nicht mehr.

diese fotographie hat mir meine mum vor einem halben jahr geschenkt &
damit all diese herzlichen erinnerungen.

was soll ich sagen - ich liebe es.

Dienstag, 1. Juli 2008

wahre schau


karolina aus warschau. rot.

Donnerstag, 5. Juni 2008

quadratisch praktisch und pünktlich


zur EM müssen meine landsleute nochmal richtig den medien-eintopf anheizen.

übersetzt heisst das: leo, bring uns ihre köpfe. na prost mahlzeit. deutschland erbost.

würde man tiefer in die mediengeschichte polens eintauchen, würde man schnell feststellen,
dass die polen schon immer die deutschen wenn auch nur -subtil veräppelt haben. ob in filmen, rundfunk, tv-sendungen, büchern oder wie hier - offenherzig über die regenbogenpresse .

die polen haben zwar viel sinn für humor, doch sind sie auch nachtragend. ein spürbarer nachkriegs-komplex. der 3.reich-brei wird immer wieder aufgekocht. diese 'kleinen' aktionen stopfen die löcher der immernoch zerrissenen geschichte polens vor 70 jahren. nationalistische sprüche sind in dem fall nichts gegen nationalsozialistische taten von einst, denken sich viele. also wird jedes ereignis wahrgenommen um 'nett' daran zu erinnern.


(deutschlands trojanisches pferd)

(stiefmutter europas)


ich kann beide seiten verstehen. zum einen finde ich solche zeitungsartikel schön kreativ und schonungslos provokativ, doch sollte man nicht noch tiefer ins nazi-image der deutschen bohren und gar so blutrünstig sein.

die deutschen sollten die dinge nicht zu ernst nehmen, sondern es als sportlich betrachten und das am sonntag beweisen.

und eigentlich ist das eine hervorragende marketingstrategie- wahrscheinlich werden mehr als nur deutsche und polnische autofähnchen verkauft.

Dienstag, 22. April 2008

wieder mal

das erste mal sah ich seine werke (face to face 8) auf dem friedensplatz ende september 2001 in darmstadt - durch zufall. die fotographien wurden auf 1m x 2m vergrössert. paar dieser stücke habe mit meiner kamera aufgenommen, welche leider nur eine uralte spiegelreflex war. wirklich losgelassen haben mich die originaleindrücke nicht - der name des künstlers ist mir naiverweise entfallen - mir blieben nur verschiedene portraits von reisenden in den u -bahnen und metros europäischer großstädte in gedanken. bis heute.

und das habe ich gottseidank gefunden:


georgi dawidowitsch rader, moskauer metro ,silver gelatine print 60x90 cm

klementyna zielinska (warschauer u-bahn) silber gelatine print60x90 cm

ilse gewenz-medler (berliner u-bahn) silver gelatine print60x90 cm


>mein lieblingsportrait<


lisa gaultier mit vater gabriel (pariser u-bahn) silver gelatine print60x90 cm


und auch das:

tomasz kizny (*1958 in polen) ist nicht nur ein fotograph - das musste ich bei näherem lesen und hinsehen schnell feststellen. richtig bekannt wurde er durch seine journalistische tätigkeit und als schriftsteller.

2003 brachte er das monumentale dokumentationsband GULag (russ.: hauptverwaltung der besserungsarbeitslager) in paris heraus. dafür hat kizny 15 jahre recherchiert, viele historische fotos aus dem GULag gesammelt, orte und überlebende aufgesucht und zahlreiche eigene aufnahmen gemacht. zu sehen sind zwangsarbeiter, welche in der arktischen kälte nach gold und uran schürfen mussten, die nie vollendete nordeisenbahn, bei deren bau tausende gefangene ihr leben ließen, steckbrieffotos von häftlingen und vieles traurige mehr.


tomasz kizny "GULag". text englisch. ca. 457 bilder, 496 seiten

das alles zeigt mir, dass kunst nicht nur 'qualvoll' schön, exorbitant, sondern auch sehr informativ und sehr viel arbeit sein kann.