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Dienstag, 16. April 2013

morgens um 7 ist die welt noch in ordnung


dieses bild mag ich. es strahlt trotz chaos-  ordnung, ruhe, ja, freiheit aus. auch liebe. und harmonie.
der boden ist kühl, der tisch angenehm warm. der espresso ertrinkt in milch. es riecht lecker. es ist ruhig. die wilden zeiten sind vorbei.
ja, morgens um 7 ist die welt noch in ordnung.

Sonntag, 17. Februar 2013

mais je ne le suis pas



  • sie wachte auf. das licht im flugzeug war gedimmt. sie flog in die ländlichen berge. ihr vater wurde 80. sie hasste familienfeiern. aber der grad der verantwortung bohrte sich durch sie durch wie ein frischgeschliffenes messer. sie liebte ihren vater. obwohl er sie damals berührte. meistens im urlaub, während ihre mutter schlief oder im pool plantschte. sie muss 8 jahre alt gewesen sein.
    schnell bestellte sie sich einen wodka. wie immer, da sie flugangst hatte und den ekel der erinnerungen runterschlucken wollte.

  • dann dachte sie an ihn. 
  • warum flüchtest du immer, fragte er. weil ich liebe nicht aushalte, antwortete sie. dann küsste sie ihn. ein letztes mal.

Dienstag, 31. Juli 2012

alles nicht weit weg

um genau zu sein sind es noch 3wochen und 3 tage, die mich von meinem 3wöchigen urlaub trennen.
ich weiss gar nicht mehr wie das ist, meine nase von ausländischer sonne verbrennen zu lassen. im warmen meerwasser schwimmversuche zu unternehmen, ganz faul rum zu liegen und die halbinsel mit dem auto abzufahren. ich freue mich auf eukalyptus, rosmarin und lavendel. auf viel schlafen und das essen dort. auf den pool und den vino. auf den hafen und die tollen farben. ich freue mich auf halbgebirge und viele fotos. auf wärme und auf entspannung. auf die menschen vor ort. und natürlich auf sommerschuhe und kleider im sale!

bon bon!!

Donnerstag, 26. April 2012

frankophil in frankfurt

heute morgen stand ich noch etwas verschlafen in der u-bahn. immer die gleichen gesichter. so kam es mir zumindest vor. fast welke mitfahrer. obwohl wir frühling haben. dann stieg ein mann mit seinen zwei töchtern ein. auch eine frau mit sperrigem kinderwagen. na toll. alle rückten zusammen. ich drehte meine musik im ohr lauter. hatte keine lust neben der ohnehin schon hautnahen kommunikation noch feuchtes kindergebrabbel oder atemlose beziehungsgespräche mitzubekommen. plötzlich vernahm ich musik. aber eine andere. der mann sprach französisch. nein. doch! und zwar mit der kinderwagenfrau. sie hatte rougerote wangen. einen strengen zopf. er braune knopfaugen und lockige haare.  ich wurde ganz ohr. wollte nicht hören, was sie sagten- sondern wie sie es sagten. irgendwie war die frankfurter u-bahn nicht mehr die gleiche. die metro rief und mich überkam grösste sehnsucht. am bahnhof wollte ich gar nicht aussteigen, sondern weiterfahren und zuhören. schön war das.

paris sollte wieder besucht werden. und ich kann im freudentaumel wieder untertauchen.



Freitag, 17. Februar 2012

neonlicht

heute morgen in der ubahn ist es mir aufgefallen. die nacht war zu kurz. das gestern erlebte zu mächtig. leider erhaschte mein blick diesen von fettfinger und -haarenverklebten spiegel der fahrerbox. oh gott, ich habe das gefühl dass nicht nur meine dreifaltigkeit zunimmt, sondern auch die grösse der lakritzschnecken unter meinen augen,  die mundwinkel eher nach unten als nach oben sich recken & was soll diese trockene haut? - ich schlucke: shit happens (das steht teilweise auf den t-shirts).
nun, ich versuche es auf diese kilometerlangen menschenunwürdigen neonlichtschlangen im ubahndschungel zu schieben. die machen einen verdammt hässlich. obwohl man 15minuten vorher im badspiegel pudrig und geschmeichelt in das geschminkte gesicht gegenüber blickte. ja, sogar die zahnpastareste an der oberlippe diesem freitagmorgengesicht nichts anhaben konnten. wie auch zwei stunden weniger schlaf. nun. ich werde nichts ändern. ich werde weitermachen. arsch hinhalten. hürdenspringen. kopfstoßen. übersetzen. verstehen. rennen. helfen & arbeiten.

wünsche mir gerade eine palme, wind & einen schatten. aber einen echten schatten.

Montag, 23. Januar 2012

taxi



ja, dieses braucht man ab und an. beruflich, aber auch privat. ich mag taxifahrer. sie sind für mich die seismographen einer stadt. so, ich habe einen termin, steige aus dem ICE aus und gehe zum taxistand . nein, ich brauche jetzt aktuell keine nachrichten zu hören. der graue, brummende & in zigarettenqualm getauchte taxifahrer klärt mich über die arbeitslosenzahlen auf, das wetter, politische machenschaften und wo es die besten rostbratwürstchen gibt. der alte, singende& nach old spice riechende italienische taxifahrer fragt mich wie es mir geht & ob ich das vitamin liebe schon eingenommen hätte. der lustige türkische taxifahrer erzählt mir innerhalb 5minuten von seiner trennung, seinen zwei kindern, der neuen wohnung & ob wir uns wiedersehen. AAAAH!
in london bekam ich einen restaurant-tipp & hölzernen britischen humor geboten. yes!
der beste war der inder mit seinem turban und vollbart. er holte mich morgens ab. ich war schläfrig und mies gelaunt. er & die komplette fahrerkabine rochen nach hindu grass. indische klänge aus den boxen, schön warm. zurückhaltend. ein angenehmer zeitgenosse. sehr höflich -'madaaam' vielllllen dank, dass sie mitgefahllllen sind. auf wieddesehn.'  jauchz & 10 minuten werden zu einer königsfahrt.

wie schön, wir kurbeln mit 8-10 euro die wirtschaft an & steigen mit einem stückchen mehr erfahrung und menschenkenntnis wieder aus.

Montag, 21. November 2011

mon-day


die sonne scheint. etwas müde und langsam bin ich. etwas verquollen. aber- die woche hat mich immer wieder.
tralalala.

Montag, 19. September 2011

schirmherrschaft



der lauf um die tageslichtzeit beginnt. es wird kühler. man geht rein.
socken werden dicker. jacken. pullover. es wird kuschlig.

trotzdem lasse ich den sommer ungerne los.

Dienstag, 13. September 2011

hau-ruck

die woche hat mich wieder & meiselt mich zurecht.


Dienstag, 9. August 2011

baustellen

sind nicht meins. vor allem wenn es lange dauert. man ständig umgeleitet wird.
vor allem wenn dreck entsteht. vor allem wenn die baustoffe oder manpower fehlen. vor allem, wenn es übel aussieht am schluss. und auch noch viel kostet. wo gestern ein schöner, fast historischer altbau stand - steht ein betongerippe, das sich mutig parkhaus nennt. oder ein grauer masseneinkaufspark. oder ein anderer architektonischer unfall, der überhaupt nicht ins harmonische stadtbild passt. oder ist das etwa gerade das kreative?moderne? oder eher provokative?
nein, träge baustellen und derartige atemraubende veränderungen sind so gar nicht meins.

Mittwoch, 3. September 2008

die arbeitstätte


hat mich wieder. mit all den vielen einwohnern. pendlern. reisenden. autoabgasen. strassenbahnen. geschäften. hupen. bremsenquietschen. laut. voll.

es regnet heute. man erkennt es daran, dass die strassen nass sind und die fahrzeuge zischende geräusche hinterlassen. hat aber was beruhigendes.

hier ist es ruhig. meine aufgaben überschaubar. ich verträumt.

wenigstens etwas.

Donnerstag, 24. Juli 2008

adrenalin

zirkuliert durch mein blut. keine ahnung was los ist, aber seit einer woche bin hellwach. nachts schlafen tue ich schon, aber tagsüber laufe ich zu hochform an, wie eine maschine mit gutklingender drehzahl. also nicht überdreht, eher konzentriert.
das buch ist fertig. die zahlen stimmen. jeder strich. jedes komma. der verlag atmet auf.

ich freue mich aufs wochenende. scheisse, habe ich mir das verdient!

Donnerstag, 17. Juli 2008

bewölkt

ist es. aber kühler. das tut meinem hitzigem gemüt ganz gut. mein kopf ist momentan an zwei orten. das liegt an der arbeit. wir haben redaktionsschluss und kleine panik innerhalb unserer reihen macht sich breit. was kommt noch? was bleibt aus? ich bin zwar mit meinem ergebnis relativ zufrieden, doch bevor diese daten nicht entladen werden, spüre ich diese enorme anspannung.
das merke ich dann meistens abends, dass ich alleine am zufriedensten bin, obwohl es mir schon fehlt mit nahen menschen einfach nur über gefühle, eindrücke und visionen zu reden. doch bin ich so sprechfaul, müde und miesmuschelig, dass ich es gerade schaffe zu essen und mich von französischen filmen berieseln zu lassen (details folgen). morgens schlurfe ich zum bahnhof und geprügelt laufe ich abends zurück. ha ha ha. mir fehlt einfach der elan.
ich verlasse mich auf mutter natur und sehe es als schongang für körper und geist. also trinke ich jetzt einen doppelten (espresso) und widme mich meinem lieben berg namens gehalt-und-urlaub-in-aussicht.

Montag, 30. Juni 2008

deutschland, morgens um

7:08 im halbleeren IC: verschlafen sitze ich auf meinem platz. bald gesellt sich ein adretter zegna-anzug zu mir und fragt höflich,ob der sitz neben mir noch frei sei. der junge sieht gut aus, riecht gut, netter anzug (3pluspunkte): ok! ist frei!
er bringt seine tasche und sakko unter, setzt sich und beginnt seinen spiegel zu lesen (1pluspunkt).
nach 2 minuten fängt mein attraktiver nachbar an, seine nasennebenhöhlen zu belüften und von nächtlichen sekreten zu befreien, selbstverständlich verbunden mit gurgelnden und krächzenden geräuschen (10minuspunkte). ich dachte, diese performance sei einmalig, aber bald fand er gefallen an seiner morgentoilette und begleitete das ganze mit einem nervtötenden klang, welches sich verdammt noch mal nach rotz-hoch-ziehen anhörte (10minuspunkte). unglaublich. schon mal was von taschentüchern gehört? softschnäuzen? zugnachbarwertschätzen? ich stellte die musik meines ipods lauter - keine chance. die lautstärke der rasselnden atemwege meines nebenmannes passte sich an. mein abendessen kam mir hoch. seine nase tropfte wie wasser. sein spiegelheftchen wurde nass. ich musste fast kotzen. leider hatte ich keine taschentücher dabei. er wohl auch nicht. ich sah die schniefende kreatur (1pluspunkt) an. seine nase. diese ähnelte einem vulkan. kurz vor dem ausbruch. mein gott.

irgendwie bekam ich mitleid. und versuchte die schuld auf die deutsche bahn zu schieben. was sind denn diese klimaanlagen auch so kühl eingestellt?! morgens. kann man nicht mal an die mitreisenden denken? der reflektorische schnupfen wurde nach 20 minuten (des grauens) besser, mein herzschlag und mein magen ruhiger. mein zuggenosse wirkte beherrscht.
geht doch. 7:37- ich steige aus. geheilt.

resümee: zegna-anzüge verbergen nicht nur nasale leiden, auch verwahrlosten benimm, keine taschentücher und die hilflosigkeit eines 5jährigen. insgesamt 13minuspunkte.