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Mittwoch, 22. April 2015

und

sie reisten ihrer freiheit entgegen, um dann einsam zu sein.


Mittwoch, 18. Februar 2015

verliebt in die freiheit

dann liege ich nachts gerne wach. oder ich fahre nachts taxi, um zu dir zu kommen. wortlos. so wie du es willst. oder wir tanzen in dieser wohnung. nackt. oder alleine. es ist mir egal. wir hören farben. und ich liebe diesen zustand. nein, ich bin verliebt in diesen zustand. denn alles geht vorüber.




Samstag, 4. Januar 2014

Mittwoch, 8. Mai 2013

mittwoch

heute morgen sah ich sie in der ubahn. zwei mädchen, wohl ihre töchter, sassen um sie herum. nein, schön war sie nicht. hübsch auch nicht. darum ging es auch nicht. sie hatte mit schwarzem kajal nachgezogene marlene-dietrich-gedenkaugenbrauen & einen trenchcoat, welchen meryl streep in kramer vs kramer schon lässig um ihren körper schnürte. die grossflächige brille mit goldrand erinnerte ebenfalls stark an 1979. ihre haare waren eine mischung aus wet- und fatlook und sie sah mich prüfend an. ich lächelte. irritiert lächelte sie zurück. auch die beiden mädchen grinsten, wenn auch nur schüchtern.
dann vergaß ich alle & stieg aus.

Dienstag, 7. Mai 2013

zugfahrt


irgendwann kam die sonne raus. es war wunderschön.

Mittwoch, 17. April 2013

es ist was es ist


dazwischen gibt es nichts.

Dienstag, 16. April 2013

morgens um 7 ist die welt noch in ordnung


dieses bild mag ich. es strahlt trotz chaos-  ordnung, ruhe, ja, freiheit aus. auch liebe. und harmonie.
der boden ist kühl, der tisch angenehm warm. der espresso ertrinkt in milch. es riecht lecker. es ist ruhig. die wilden zeiten sind vorbei.
ja, morgens um 7 ist die welt noch in ordnung.

Freitag, 12. April 2013

freitag


(jazzreflection)

Donnerstag, 11. April 2013

sommer

mit 5jahren hatte ich grosses glück. meine eltern sind von der großstadt  aufs land gezogen. ich konnte nun weit in die prärie schauen, ohne dass häuser und industrie störten. ich konnte durch maisfelder streifen, lager bauen und mich an kirschen vom nachbarn überfressen.
im sommer war es im garten am schönsten. wir hatten eine trauerweide, die ich hoch- und runterkletterte. oft saß ich spätabends alleine auf meinem ast und sah zu wie die sonne unterging. blau aufgeschlagene knie und mückenstiche störten mich damals nicht.
stundenlang aalte ich mich im garten und neben gänseblumen und kleeblättern konnte ich lesen und abtauchen. manchmal lag ich einfach nur still da und schaute in den himmel. machte dann schnell die augen zu und genoss die orangefarbenen punkte, welche im augeninneren auftauchten und dann verblassten.
ich mochte den morgentau und das abendrot. die grillen und das satte grün der wiesen und bäume. bis heute.
denn heute lebe ich wieder in der großstadt. es lärmt, es ist voll menschen, mal grau, mal anonym. aber ich mag es. gerade weil ich es als kind viele jahre anders hatte. doch dann ertappe ich mich, wie ich noch das bedürfnis habe auf die alte tauerweide zu klettern, barfüssig über die feuchten wiesen zu laufen, mich an kirschen zu überessen und wir-kinder-von-bullerbü-bücher zu lesen.

Montag, 8. April 2013

grüsse aus jungbrunn


am sonntag im rheingau-rentnerviertel gestrandet. lag in der sonne im wiener café. auf dem tischchen neben mir ein kännchen koffeinfreier kaffee und diabetikerkuchen. um mich herum viele menschen mit weissem und silbernem haar, welche wie mit bügelstärke eingesprüht an den kleinen runden tischen hockten und ihre sachertorte mit mühe aufpickten. dazwischen eine hochmotivierte russische und eine lahmarschige deutsche bedienung. dann habe mir schon mal vorgestellt 80 und gebrechlich zu sein. ok, 85 und gebrechlich zu sein. dachte an meine dritten, aber nicht an meine enkelkinder, dachte an die gehhilfe und meinen jungen pfleger dimitri. dachte an die bucklige verwandtschaft & wie sie sich um mein schwerverdientes geld kloppt, wenn ich erstmal unfreiwillig den abgang mache. 
meine vorstellungskraft hat nicht ganz ausgereicht, aber vom alter leicht angehaucht bin ich mit pauken und trompeten zurück nach frankfurt gereist, um dort wieder meine jugendlichkeit zurückzugewinnen. und siehe da, beim italiener um die ecke, wo luigi und seine freunde schwarzgeld waschen, neben prosecco, anti-pasti, seezunge in äh salzkruste & viel bla bla wurde ich wieder ich. hungrig, frech und fast 37.


Sonntag, 7. April 2013