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Donnerstag, 17. Juli 2008

bewölkt

ist es. aber kühler. das tut meinem hitzigem gemüt ganz gut. mein kopf ist momentan an zwei orten. das liegt an der arbeit. wir haben redaktionsschluss und kleine panik innerhalb unserer reihen macht sich breit. was kommt noch? was bleibt aus? ich bin zwar mit meinem ergebnis relativ zufrieden, doch bevor diese daten nicht entladen werden, spüre ich diese enorme anspannung.
das merke ich dann meistens abends, dass ich alleine am zufriedensten bin, obwohl es mir schon fehlt mit nahen menschen einfach nur über gefühle, eindrücke und visionen zu reden. doch bin ich so sprechfaul, müde und miesmuschelig, dass ich es gerade schaffe zu essen und mich von französischen filmen berieseln zu lassen (details folgen). morgens schlurfe ich zum bahnhof und geprügelt laufe ich abends zurück. ha ha ha. mir fehlt einfach der elan.
ich verlasse mich auf mutter natur und sehe es als schongang für körper und geist. also trinke ich jetzt einen doppelten (espresso) und widme mich meinem lieben berg namens gehalt-und-urlaub-in-aussicht.

Montag, 30. Juni 2008

deutschland, morgens um

7:08 im halbleeren IC: verschlafen sitze ich auf meinem platz. bald gesellt sich ein adretter zegna-anzug zu mir und fragt höflich,ob der sitz neben mir noch frei sei. der junge sieht gut aus, riecht gut, netter anzug (3pluspunkte): ok! ist frei!
er bringt seine tasche und sakko unter, setzt sich und beginnt seinen spiegel zu lesen (1pluspunkt).
nach 2 minuten fängt mein attraktiver nachbar an, seine nasennebenhöhlen zu belüften und von nächtlichen sekreten zu befreien, selbstverständlich verbunden mit gurgelnden und krächzenden geräuschen (10minuspunkte). ich dachte, diese performance sei einmalig, aber bald fand er gefallen an seiner morgentoilette und begleitete das ganze mit einem nervtötenden klang, welches sich verdammt noch mal nach rotz-hoch-ziehen anhörte (10minuspunkte). unglaublich. schon mal was von taschentüchern gehört? softschnäuzen? zugnachbarwertschätzen? ich stellte die musik meines ipods lauter - keine chance. die lautstärke der rasselnden atemwege meines nebenmannes passte sich an. mein abendessen kam mir hoch. seine nase tropfte wie wasser. sein spiegelheftchen wurde nass. ich musste fast kotzen. leider hatte ich keine taschentücher dabei. er wohl auch nicht. ich sah die schniefende kreatur (1pluspunkt) an. seine nase. diese ähnelte einem vulkan. kurz vor dem ausbruch. mein gott.

irgendwie bekam ich mitleid. und versuchte die schuld auf die deutsche bahn zu schieben. was sind denn diese klimaanlagen auch so kühl eingestellt?! morgens. kann man nicht mal an die mitreisenden denken? der reflektorische schnupfen wurde nach 20 minuten (des grauens) besser, mein herzschlag und mein magen ruhiger. mein zuggenosse wirkte beherrscht.
geht doch. 7:37- ich steige aus. geheilt.

resümee: zegna-anzüge verbergen nicht nur nasale leiden, auch verwahrlosten benimm, keine taschentücher und die hilflosigkeit eines 5jährigen. insgesamt 13minuspunkte.

Dienstag, 10. Juni 2008

ich mag ins


heute morgen war ich um viertelnach5 munter. stolperte noch etwas benommen durch die wohnung. wollte schon espresso machen. duschen. und dachte:
komm, leg dich nochmal ins warme. eine halbe stunde später (reguläre aufwachzeit) - stand ich auf und hatte das gefühl ein lkw sei über meinen kopf gefahren. was ist das??

nun haben wir punkt 9, ich hatte drei espressi und könnte auf der stelle einschlafen.
aber die arbeit schreit und ich werde eisern durchhalten.

morgen negiere ich viertelnach5 und stehe erst um kurz vor6 auf.
ohne lkw.