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Sonntag, 1. Januar 2012

neues jahr



herzlich willkommen!

Sonntag, 25. September 2011

Montag, 1. September 2008

die wichtigkeit einer randerscheinung

vor knapp einem monat habe ich mich hier gefragt, wie ich am besten liebe beschreiben würde.
irgendwie ist es merkwürdig, denn ich denke - liebe spürt man. zumindest wenn man sie bekommt. aber wann merkt man, wenn man liebt? spürt man das auch? oder verbindet man das mit sehnsucht, mit wärme, mit der sicherheit, dem begehren? verwechselt man das? oder ist es das? g e n a u das? ich dachte immer, liebe sei, jemanden so anzunehmen, wie er nun mal ist. als summe. ob als gegensatz. oder deckungsgleich. launen wie lachen. schlafen wie schnarchen.liebe wie akt. schmecken wie stinken. anziehung wie entzug. herzwärme wie arschkälte. aufmerksamkeit wie gleichgültigkeit. tiefsinn und weitblick. körpernähe und sex. streit und diskussion. erleben. verlust wie angst. wut und verlangen und leidenschaft. hemmung und erlösung. akzeptanz. tanzen und freuen. singen und schreien. fernsehen und rumlungern. streicheln und augenschauen. schwimmen und kraulen.
ich weiss es einfach nicht. es ist tatsächlich schwer es in worte zu fassen. jeder sieht es anders. der eine gewöhnlich. selbstverständlich. der andere dramatisch und nervenaufreibend. jeder empfindet es anders. jeder fühlt es anders.
ich weiss, dass ich lieben kann.
hm, musik zum beispiel. da finde ich mich. immer. in jedem
stück steckt was bestimmtes, mal was grosses, mal was kleines. was man vielleicht im ersten moment überhört, aber dann, bei näherem hinhören, dann können wenige nuancen alles ausmachen. über musik kann ich mich ausdrücken. meine gefühle. meine stimmung. musik ist nie gleich. jeder hört sie anders als der andere. der eine bekommt gänsehaut vor glück. der andere vor ekel. man möchte sich dazu bewegen oder davor wegrennen. oder sie ist einem wurscht.man dreht lauter oder leiser. erkennt die schwingung.überhört alles. rockt dazu oder steht nicht drauf. an einem tag ist die musik lauter, dann wieder leiser. bei gleicher lautstärke. bei gleichem text.
so stelle ich mir die liebe zum menschen vor. man spürt sie. erkennt sie. oder lehnt sie ab. oder es ist einfach egal.
ein offenes ohr habe ich schon mal dafür. dann klappt es auch mit dem herzen.
oder?




ihn habe ich gesehen. live. mit freunden. war ein toller abend.



ihn habe ich verpasst. wirklich schade.



seine musik liebe ich.

Montag, 7. April 2008

amélie & yann


die fabelhafte welt der amélie hat für mich nur eine botschaft : die verlorene freude an den "kleinen dingen des lebens" wieder auszugraben - nur für einen moment. kindlich. sentimental. liebenswert.

amélie erscheint mir wie eine heilige. für sie ist, seit ihrer isolierten kindheit, die bunte phantasie ein unterschlupf - und die sogenannte wirklichkeit bisher nur 'ort der angst vor dem scheitern'.




sie beginnt andere menschen glücklich zu machen. eine märchenhafte reflexion auf dinge, welche ausserhalb des alltagsfokus liegen. doch dass sie, mit ihrem hang zum zwanghaften glückbescheren auch an ihrer eigenen 'yellow brick road' baut, bemerkt sie natürlich erst als letzte. denn ihr eigenes glück ist fleischgeworden. ein mann. ein träumer. nino. doch bis zum erkennen braucht es noch ein paar deutliche zufälle.

jeunet lässt die wunderbare welt der amélie inform von positiver visueller unordnung, erfinderischen technischen aufwand, wie zeitraffer, zeitlupe, wechsel von schwarzweiss-bildern zu grellen farben, trotzdem nicht künstlich und steril , sondern warm, herzlich und poesiegeladen erscheinen.




yann tiersen, der den film musikalisch unterstreicht ist mehr als nur ein-mann-orchester. seine instrumente mandoline, bass, spielzeugklavier, gitarre und akkordeon (letzteres ist entscheidend für den französischen klang) verhalten sich kommensalistisch zur handlung und erzeugen immer die richtige stimmung. tiersen sieht die welt so an wie ein kind, das zum ersten mal über einen jahrmarkt läuft. das passt zu amélie.


der film macht nicht nur die anderen, sondern auch mich überglücklich.