Samstag, 16. März 2013

listen carefully

Freitag, 15. März 2013

was übrig bleibt

ich kannte paris schon lange. meine tante lebte dort und wir besuchten sie regelmässig. ich mochte diese stadt. sie war so schwer an alter, aber so jung an leben. sie hatte was leichtfüssiges, schnelles und dramatisches in einem. das merkte schon als ich 8 jahre alt war. ich stand im louvre und musste vor der mona lisa weinen. wenn ich akkordeon musette auf den strassen hörte oder in die verwinkelten metroschächte hinabstieg bekam ich gänsehaut. französische filme und jungs waren bald neue objekte meiner begierde.
als ich 21jahre alt war, war ich mit einem franzosen zusammen. er lebte in paris. ich hier. jeden cent, welchen ich neben dem studium verdiente, kratzte ich zusammen & fuhr jeden donnerstagabend zu ihm. meist blieb ich bis montagmorgen. diese junge liebe, die schlaflosen nächte mit zerwühlten laken und fettigen spuren von croissants an den fingern bewegten mich erneut. es entstand eine dynamik, welche ich vorher nicht kannte. ich konnte stundenlang durch die strassen laufen. mit fotoapparat oder ohne. mit wein im blut oder ohne. nachts wie auch tagsüber. ich war immer trunken. verliebt in paris zu sein ist der frühling. dort zu lieben sommer. sich dort zu trennen bedeutet herbst, nein winter. die häuser grau. die bäume kahl. die füsse frieren. das herz ohnehin. aber ich mag dort jede jahreszeit. diese menschen sind ungehemmt, leidenschaftlich, ja, so lebendig. das lässt vergessen.

dann stehe ich an der seine. der kühle wind streicht über mir die haut. von weitem sehe ich ein lächeln und muss weinen.

Donnerstag, 14. März 2013

frankfurt, minus 8grad

während in rom der neue papst gewählt wurde, versank deutschland erneut im schnee. eine massenkarambolage sperrte die A45, am frankfurter flughafen wurden hunderte von flügen gestrichen, frankfurt schien wie ausgestorben. die wenigen, die sich noch ins freie trauten, bewegten sich wie roboter auf der frischen schneedecke oder schlitterten auf ledersohlen über strassen und u-bahnschächte. todesmutige velophile kämpften sich wie reinhold messner durch schneegräben und gaben bald fluchend auf.
manche haben ein patentrezept gegen kälte. meine neuen nachbarn zum beispiel. vor knapp zwei wochen sind die beiden eingezogen. ein pärchen. erst hat mich der nächtliche aufbau von küchenmöbeln geweckt und  nun der beischlaf. was heisst beischlaf. die schreien sich die seele aus dem leib. mal höre ich sie. dann ihn. und das bett. donnerstagabend, freitagnacht, samstagmorgen um 6 uhr, sonntags um 7uhr. von der kälte bekommen die nichts mit. auch nicht, dass noch andere leute im haus wohnen. ein kumpel riet zum besenstiel, welchen ich an die decke stoßen sollte. ein anderer sprach von drohbriefen, anwalt& gott weiss noch was. ich warte erstmal ab. die vögelei langweilt bestimmt bald. ich hoffe nur, dass die sich dann was sinnvolleres einfallen lassen.
aktuell haben wir minus8 grad, aber die sonne scheint. abends ist es  länger hell und bald kommt
der frühling. das ist zumindest sicher.



Mittwoch, 13. März 2013

13.03.13

schönes datum
und langsam gehen lichter auf


Dienstag, 12. März 2013

dienstag


mit geld kann man sich vieles kaufen

ein haus vielleicht, aber kein zuhause
eine position, aber keinen respekt
freunde, aber keine wahren
eine uhr, aber keine zeit
ein bett, aber keinen schlaf
ein buch, aber kein wissen
gesellschaft, aber keine anerkennung
und liebe, was ist mit liebe?
ja, die kann man kaufen, aber keine geborgenheit

Samstag, 9. März 2013

MAK


Freitag, 8. März 2013

friday


ich liebe diesen song. er hat  leichtigkeit & tiefe zugleich. und so viel sehnsucht.

Donnerstag, 7. März 2013

südwesten

der warme wind kommt aus südwesten. meine haare schlagen wellen. der hafen ist nicht mehr weit. die wasserflasche klebt unter meinem arm, wie die sonnenbrille auf der nase. die möwen schreien, aber es macht mir nichts aus. es ist laut. autohupen. motorräder. vespas. schiffe. fluchende & rauchende franzosen in enten. sonnengegerbte haut und goldzähne strahlen mich an. die sonne brennt.

ich bin angekommen.

Mittwoch, 6. März 2013

the well-wisher





zu diesem schönen stück gibt es leider kein video in deutschland. dann habe ich den septembernachmittag gefunden, welchen ich am goetheplatz 2011 gedreht habe.

Dienstag, 5. März 2013

momentaufnahme