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Montag, 24. März 2014

massa

kilometerlange gänge
mit persil und den weissen riesen
knisternden gummibären und  lila kühen
rotem fleisch und ein stück wurst dazu
milch in unsichtbaren papiertüten und abgepackter löcherkäse 

an der kasse
ein funkelndes spielzeugparadies  auch kaugummis und smarties
der wagen voll mit miracolli und vhs-videokassetten
auf dem band ein nicht endender convoy
gezahlt wird auch mit papier, aber es ist geld

Montag, 4. Juni 2012

morgens um 7

in deutschland. die welt scheint noch in ordnung zu sein.

etwas ungeduldig stehe ich mit meiner flasche wasser an der kasse. von hinten drückt sich ein graues kleines männchen immer näher an mich. mit bildzeitung und knoblauchfahne bewaffnet.
ich zahle und entferne mich eiligen schrittes.
draussen - 100 m weiter:

 >frolein! frolein!!< das männchen spricht mich an. seine augen auf meiner halshöhe. ich schaue weg.

>sind sie die familienministerin? die kristina?<  oh gott, er ist irre. total irre.

>die sind sie doch, oder?< er rennt neben mir her.
>ich habe sie doch gleich erkannt!< und salutiert förmlich.

>nein!<

>ja, stimmt! sie sind viel schöner!< das männchen hält schritt. womit habe ich das verdient- womit?!

>aber gute ideen hat sie doch, oder?<  männchen gibt nicht auf. innerlich kotze ich. das hat er wohl geblickt.

>naja, sie haben bestimmt bessere ideen.< männchen wirkt aufmunternd.

>schönen tag!< der graue neigt sein fettiges köpfchen. graue knopfaugen hat er auch noch.

>danke.< ich weiss nicht ob ich lachen oder heulen soll.

kristina schröder. familienministerin. ein milchgebender angriff auf deutschlands familien.bin kein fan von ihr. aber ich hab die besseren ideen. habe ich eben gehört.


fazit: wer bildzeitung liest - ist klar im vorteil.


Montag, 29. August 2011

dreileben




dreileben.
ein ort.
ein projekt.
drei regiesseure.
petzhold (yella).
graf (im angesicht des verbrechens).
hochhäusler (unter dir die stadt).
drei geschichten.
alle drei filme werden in 4,5 std. ausgestrahlt.
hintereinander.
heute.
im ersten.
freu.

Donnerstag, 5. Juni 2008

quadratisch praktisch und pünktlich


zur EM müssen meine landsleute nochmal richtig den medien-eintopf anheizen.

übersetzt heisst das: leo, bring uns ihre köpfe. na prost mahlzeit. deutschland erbost.

würde man tiefer in die mediengeschichte polens eintauchen, würde man schnell feststellen,
dass die polen schon immer die deutschen wenn auch nur -subtil veräppelt haben. ob in filmen, rundfunk, tv-sendungen, büchern oder wie hier - offenherzig über die regenbogenpresse .

die polen haben zwar viel sinn für humor, doch sind sie auch nachtragend. ein spürbarer nachkriegs-komplex. der 3.reich-brei wird immer wieder aufgekocht. diese 'kleinen' aktionen stopfen die löcher der immernoch zerrissenen geschichte polens vor 70 jahren. nationalistische sprüche sind in dem fall nichts gegen nationalsozialistische taten von einst, denken sich viele. also wird jedes ereignis wahrgenommen um 'nett' daran zu erinnern.


(deutschlands trojanisches pferd)

(stiefmutter europas)


ich kann beide seiten verstehen. zum einen finde ich solche zeitungsartikel schön kreativ und schonungslos provokativ, doch sollte man nicht noch tiefer ins nazi-image der deutschen bohren und gar so blutrünstig sein.

die deutschen sollten die dinge nicht zu ernst nehmen, sondern es als sportlich betrachten und das am sonntag beweisen.

und eigentlich ist das eine hervorragende marketingstrategie- wahrscheinlich werden mehr als nur deutsche und polnische autofähnchen verkauft.