Montag, 24. März 2014
massa
Montag, 4. Juni 2012
morgens um 7
etwas ungeduldig stehe ich mit meiner flasche wasser an der kasse. von hinten drückt sich ein graues kleines männchen immer näher an mich. mit bildzeitung und knoblauchfahne bewaffnet.
ich zahle und entferne mich eiligen schrittes.
draussen - 100 m weiter:
>frolein! frolein!!< das männchen spricht mich an. seine augen auf meiner halshöhe. ich schaue weg.
>sind sie die familienministerin? die kristina?< oh gott, er ist irre. total irre.
>die sind sie doch, oder?< er rennt neben mir her.
>ich habe sie doch gleich erkannt!< und salutiert förmlich.
>nein!<
>ja, stimmt! sie sind viel schöner!< das männchen hält schritt. womit habe ich das verdient- womit?!
>aber gute ideen hat sie doch, oder?< männchen gibt nicht auf. innerlich kotze ich. das hat er wohl geblickt.
>naja, sie haben bestimmt bessere ideen.< männchen wirkt aufmunternd.
>schönen tag!< der graue neigt sein fettiges köpfchen. graue knopfaugen hat er auch noch.
>danke.< ich weiss nicht ob ich lachen oder heulen soll.
kristina schröder. familienministerin. ein milchgebender angriff auf deutschlands familien.bin kein fan von ihr. aber ich hab die besseren ideen. habe ich eben gehört.
fazit: wer bildzeitung liest - ist klar im vorteil.
Montag, 29. August 2011
dreileben
Donnerstag, 5. Juni 2008
quadratisch praktisch und pünktlich
übersetzt heisst das: leo, bring uns ihre köpfe. na prost mahlzeit. deutschland erbost.
würde man tiefer in die mediengeschichte polens eintauchen, würde man schnell feststellen,
dass die polen schon immer die deutschen wenn auch nur -subtil veräppelt haben. ob in filmen, rundfunk, tv-sendungen, büchern oder wie hier - offenherzig über die regenbogenpresse .
die polen haben zwar viel sinn für humor, doch sind sie auch nachtragend. ein spürbarer nachkriegs-komplex. der 3.reich-brei wird immer wieder aufgekocht. diese 'kleinen' aktionen stopfen die löcher der immernoch zerrissenen geschichte polens vor 70 jahren. nationalistische sprüche sind in dem fall nichts gegen nationalsozialistische taten von einst, denken sich viele. also wird jedes ereignis wahrgenommen um 'nett' daran zu erinnern.
(deutschlands trojanisches pferd)
(stiefmutter europas)
ich kann beide seiten verstehen. zum einen finde ich solche zeitungsartikel schön kreativ und schonungslos provokativ, doch sollte man nicht noch tiefer ins nazi-image der deutschen bohren und gar so blutrünstig sein.
die deutschen sollten die dinge nicht zu ernst nehmen, sondern es als sportlich betrachten und das am sonntag beweisen.
und eigentlich ist das eine hervorragende marketingstrategie- wahrscheinlich werden mehr als nur deutsche und polnische autofähnchen verkauft.
