Freitag, 11. Januar 2013

die bewegte frau


Freitag, 4. Januar 2013

spannungen unter der oberfläche

als ich sie zum ersten mal sah muss sie 14 jahre alt gewesen sein. sie war die tochter der französischlehrerin meines sohnes. ich sah sie zufällig auf dem wochenmarkt. trotzig lief sie ihrer mutter, der lehrerin, hinterher. in der hand hielt sie eine basttasche, aus welcher lauch ragte. sie war für ihr alter relativ gross. hatte ein schönes gesicht. hohe wangenknochen. rehbraune grosse augen und ein kindliches kinn. ihr mund war weder gross noch klein. ihr haar sehr lang. natürlich blond gesträhnt, leicht in sich gedreht, wippte es und folgte ihrem gang.
dann zog die französichlehrerin in eine andere stadt. mit ihr auch die tochter, denn sie sah ich auch nicht mehr.
drei jahre später bekam ich einen auftrag und musste nach hamburg, um dort alte lagerhallen zu fotografieren. ich blieb fünf wochen. abends setzte ich oft vor kleine kneipen und trank bier. es war spätsommer und die stadt tat mir gut.
dann sah ich sie. sie stach aus der menge, wie ein plätzchen, welches aus butterteig geform wurde. sofort erkannte ich diese langen haare. seitlich gescheitelt. wie damals auf dem wochenmarkt.  sie lief alleine durch die strasse. ein kurzes flatterndes kleid umspielte ihre beine. ihr blick konzentrierte sich auf die leute, welche die strasse säumten. ich hatte den eindruck sie suchte jemanden, doch wollte sie dabei unerkannt bleiben. am liebsten wäre ich aufgsprungen und ihr nachgerannt. hätte sie nach ihrer mutter gefragt, ob sie nun selbst hier lebt oder auf der durchfahrt ist. ich musste mich zwingen sitzen zu bleiben. was würde sie denn denken? der vater eines ehemaligen schülers ihrer mutter rennt ihr nach. sie kannte mich nicht mal. was würde sie also denken? ich wusste es selbst nicht. doch dieses mädchen weckte was in mir, was jenseits von lust und begierde lag. nie waren vorher junge frauen für mich wichtig und ich kann mich nicht zu den männern zählen, welche vor schulen im auto warten und auf weissgesockte minirocktragende minderjährige starren. nein. aber sie hatte schon damals das gewisse etwas und es reifte in ihr heran. jeder, der sich mit wein auskennt, wird es vielleicht verstehen. man kennt die gute traube, das renomierte anbaugebiet und ist gespannt auf den neuen jahrgang. man kann also davon ausgehen, dass der wein gut wird oder jedenfalls neugierig wie die zeit diesen formt und verändert. wein ist demnach genuss, was nicht direkt mit verführung und sex zu tun hat. vielleicht können sie mir folgen? ich blieb damals auf dem stuhl sitzen und meine augen trennten sich nicht von ihr, während sie zielstrebig die strasse ablief.
elf weitere jahre vergingen und ich war in berlin. hatte dort einen auftrag. schweden war zu besuch und ich musste wieder fotografieren. das projekt zwang mich dort paar wochen zu bleiben. es tat mir nicht so gut wie hamburg damals. die berliner waren noch direkter, was mich stellenweise einschüchterte. abends landete ich dann mit einem bauleiter in einer bar. an den namen kann ich mich nicht mehr erinnern. aber dass man dort rauchen konnte, das blieb mir im kopf. ein paar drinks später nahm ich eine frauengestalt wahr. sie stand neben mir am tresen und rauchte. ich erkannte sie sofort. die tochter der französichlehrerin. ihre haare zu einem zopf gebändigt, die lippen rot, die wangenknochen auch, ihre augen funkelten wie schwarze kohlen. sie lehnte an der theke und beobachtete die anderen gäste. benommen starrte ich sie an.
'haben sie feuer?' fragte ich sie endlich.
'klar!' ihre stimme war hell und weich. sie zog mühlelos ein zippofeuerzeug aus der tiefe ihrer schwarzen lederhose und reichte es mir.
'danke! einen drink vielleicht?'
'ich hatte schon drei!' sie lächelte. kreideweise gerade zähne kamen hinter ihren lippen hervor.
'verstehe!' ich blieb ruhig. zumindest wirkte es nach aussen so. innerlich fuhr ich achterbahn. eine aus mischung euphorie und dem wunsch kotzen zu müssen mochte meinen zustand wohl am besten beschreiben.
'ein wasser hätte ich gerne, mit einem schuss wodka und viel eis.' diktierte sie, dabei hielt sie kurz meinen oberarm fest. kalte hände hatte sie. aber einen warmen atem.
ich bestellte dieses neuzeitliche getränk, obwohl wasser und wodka nichts neues waren.
'kennen wir uns? denn ich habe sie schon mal vor paar jahren in hamburg gesehen! sie sassen vor dem bendt.'
fast verschluckte ich mich an meinem whiskey. sie erinnerte sich an den abend in hamburg. an die paar sekunden auf der strasse. an mich. den immer grauer werdenden vater, der ihre mutter die französichlehrerin, kannte. diese überraschung hätte mich fast verraten. fast hätte ich verraten, dass ich den tag auf dem wochenmarkt nicht vergessen konnte, wo sie zwischen all dem bunten gemüse und obst ihrer mutter hinterher schlich wie ein schatten. ihre augen vor langeweile verdrehte und ihr fadendünner arm unter der last des bastkorbes immer länger zu werden schien.
jetzt stand sie neben mir. in berlin. in einer bescheuerten raucherbar und sie war bestimmt doppelt so alt wie damals und immer noch so schön.
'ja, das stimmt. ich hatte dort einen auftrag. was haben sie dort gemacht?' ich tat so, als ob ich von nichts wüsste.
'ich lebte dort. vor einem jahr bin ich nach berlin gezogen.'
'ganz alleine?' unschuldig schaute ich sie an.
'ja!' ihr rauch zog mir absichtlich ins gesicht.
'mutig für ihr alter.'
'ach so jung bin ich gar nicht mehr! ihre roten lippen spannten immernoch. fast dachte ich sie platzen auf. dann kühlte sie die spannung mit ihrem drink und sagte:
'mir gefällt, dass sie älter sind.' ihre blick bohrte sich durch mein mittlerweile alkoholweiches hirn und ich musste mich konzentrieren. konzentrieren sie nicht einfach zu küssen - so konnte ich ihre lippen zumindest vor dem platzen zu schützen. ich musste mich konzentrieren sie nicht an mich zu reissen, um ihr zu zeigen, dass ich zwar älter,  aber keinesfalls schwach oder gar gebrechlich war. ich musste mich konzentrieren ihr wunderbares langes haar nicht zu berühren und nicht an ihr zu riechen. ich würde nicht nur das kleine, trotzige mädchen in ihr sehen, nein, ich würde es letztendlich auch noch riechen. solange das in mir aufflammte, konnte ich mit ihr nichts anfangen.
'ich muss gehen!' langsam löste ich mich aus meiner gedankenstarre.
'schade! ' sie schaute wieder in die menge.
'meine mutter hatte mal einen schüler. er war schon in der oberstufe. er war hübsch. alle mädchen wollten was von ihm. mich hat er nicht mal bemerkt. es störte mich nicht. ich kann mich erinnern, dass er regelmässig von der schule abgeholt wurde. von einem mann. es war sein vater. und sie erinnern mich an seinen vater.'
zeitgleich drehte sich zu mir und sagte:
'sie sind es. und ich fand sie schon damals aufregend.'
ich spürte einen druck im magen aufkommen. ich schloss die augen. all das kann nicht sein. nicht jetzt. ich öffnete die augen und sah sie an. berührte sachte ihr weiches gesicht und ging.
draussen nahm die achterbahnfahrt endlich ein ende. ich stieg ins taxi und schlief sofort ein.
am nächsten tag fand ich mich in grauer katerstimmung wieder. in meiner hosentasche kleingeld und das zippofeuerzeug.


Donnerstag, 3. Januar 2013

die geburt des rollos oder der etwas andere liebesbrief


ein neues rollo hat das langweilige fenster erobert. froh bin ich. langsam nimmt alles formen an.
froh bin ich auch,wenn ich lese, dass der geburtstag, dein geburtstag, schön war. dass deine freunde da waren. meine freunde sind nur eine laufende waschmaschine. schlaflosigkeit. eine blubbernde heizung und mittlerweile ein heisses laptop. 5 kabel. ipod. schmerzende schultern. zählerstandableseemail. noch etwas nasse haare. ein espresso. ich fand es sehr aufmerksam von dir, mich abends zu dir spontan einzuladen, jedoch war ich schon auf dem weg woanders hin. nun. wir sollten einen abend finden deinen geburtstag nachzufeiern. vielleicht nächste woche? dich zu sehen. das wäre schön. lange habe ich dich nicht mehr gesehen. vielleicht mit 3k(as) 
kulturelles. kino. kaffee. oder drei (e)s
spazieren. sport. sex. 
zwischendurch die gebäckkerze. riecht ohne plätzchen backen zu müssen.
und dann fällt es mir auf.
es ist schon seit paar tagen. dieses kriechen meiner gedanken. sie kriechen 
nicht tief. sie sind wohlauf. aber sie züngeln, verstecken sich in den pulsierenden windungen 
meines hirns. du. gestern fiel mir auf, wie lange ich dich verfolge. dich anziehe,
mich abstosse, wieder komme. mich quäle. mich feiere. dich sehe. dich denke. dich erkenne. 
mich verkenne. 
in mir ist viel lust. viel lust. nach deinem körper. im geiste. nach deinem mädchenhaften dasein.
ich sehe wie du dich mit deinen zarten ellenbogen am tisch abstützt. nichts hat sich geändert. 
ich begehre dieses wunderschöne wesen. mit der tiefen stimme. mit den grünen katzenaugen, 
die aber weich wirken zur glatten stirn, welche umrahmt ist von zarten augenbrauen & dann 
alles geschlagen wird vom rot der lippen. die lippen. die eine gewisse strenge formen, dann eine 
lustvolle offenheit. das kinn schliesst das wunderschöne gesicht ab. ich denke an den langen 
hals, der so lang ist, dass er verschwindet tief, tief in einen dunklen raum, jene 
warme mitte, die deine brüste getrennt hält. die mitte, die geschmückt wird durch eine kette. die 
mitte, für die ich mehr körperliche schmerzen ertragen würde als ich diese je vergessen könnte. 
das begehren ist wellig, es ist wie das meer, wie die gezeiten, flut, ebbe, flut, ebbe. doch es hört 
nicht auf. es hört nicht auf. es ist nicht reine lust. es ist tiefer. bewusst unbewusst. traurig. einsam. 
es ist viel verstehen, mögen. es ist viel tiefe auf oberfläche. und wenn die lippen nicht rot sind, 
dann sind es die erinnerungen, die meinen atem stocken lassen. das atmen vergessen lassen, weil 
man woanders weiteratmet. du bist wahrhaftig. so saftig deine gedankenwiesen. 
dein stolzer umgang mit der welt. du bist aufrecht. nein. aufrichtig. 
sogar wenn du ein kürzeres bein hättest. ich stehe aufrecht, fühle mich allerdings gedrückt. vielleicht auch nur heute. 
ich bin glücklich- ach was, überglücklich das zu empfinden & niemand anderen in meinem kosmos so zu fordern, zu erbitten, zu wünschen. nur dich.

Montag, 31. Dezember 2012

werde ich 2013 mögen?

da geht es hin. das alte jahr. was denke ich mir?
man muss nicht auswandern, um orte zu lieben. man muss nicht mit 250 stundenkilometern auf der autobahn fahren, um bewegung ins leben zu bringen. muss man nicht provozieren, um bemerkt zu werden. man muss nicht lesen, um was zu erzählen zu haben. man muss nicht arbeiten, um sich wertig zu fühlen. man muss nicht stunden mit fitness verbringen, um körperlich gesund zu sein. man muss nicht alkohol trinken, um dinge sorgenfreier zu schlucken. und man muss nicht sehen oder hören, um fühlen zu können. man braucht nicht altmodisch zu sein, um tradition zu erhalten. man muss nicht modern sein, um an die zukunft zu denken. das könnte jetzt ewig so weitergehen. für mich ist das wichtigste: man muss nicht alleine sein, um sich in sicherheit zu wiegen und glücklich zu sein. es geht auch gemeinsam ganz gut.

Samstag, 29. Dezember 2012

stadtgeflüster

unterwegs in meiner stadt.
es war arschkalt und windig. vor allem als es dunkel wurde.
aber ich lasse nichts unversucht die neue kamera kennenzulernen.





Donnerstag, 27. Dezember 2012

durchwachsen



Mittwoch, 26. Dezember 2012

Montag, 24. Dezember 2012

es weihnachtet sehr


heute wieder alles so richtig polnisch.
grosse freude.
frohe weihnachten in alle häuser

Montag, 17. Dezember 2012

advent


weißt du, ich will mich schleichen
leise aus lautem kreis,
wenn ich erst die bleichen
sterne über den eichen
blühen weiß. 


wege will ich erkiesen, 
die selten wer betritt 
in blassen abendwiesen? 
und keinen traum, als diesen: 
du gehst mit.

aus: advent, 1898 / rilke

Mittwoch, 12. Dezember 2012

die märkte an weihnachten

kichernd. weihnachtsliedersingend. engumschlungen. so wanken sie von den weihnachtsmärkten abends zurück. für ein paar stunden sind sie die siamesischen zwillinge, welche sich zusammentun, um die kälte da draussen zu überdauern. eine partnerwahl auf dem christlichen weihnachtsmarkt? wie kann das denn in städtischer masse entstehen?
vielleicht so, dass sich mann und frau entweder am glühweinstand zufällig anrempeln oder sie werden von bekannten oder arbeitskollegen einander vorgestellt. gefällt man sich? dann geht es weiter. schnell wird die noble büroblässe durch das rot der kälte abgelöst. die zunge wird durch den promilleanteil schneller. die augen grösser, so wie man das von kindern an weihnachten kennt. unauffällig wird noch an der frisur herumgezupft, welche gottseidank das 10stunden firmenchaos überlebte und man stellt sich trotz abendlicher müdigkeit aufrechter hin, streckt bestenfalls die brust raus- fertig. der balzakt beginnt. man erzählt zunächst vom wetter. den eisigen temperaturen. und dass es die letzten jahre gar nicht diese sibirische kälte hatte. man redet über den magen-darm-virus und winkt glücklich ab, dass dieser an einem vorbeizog. man erzählt  dann lieber von neu erworbenen winterreifen. dem wintermantel, der immerhin 20% cashmereanteil hat. der ski-ausrüstung. dem winterurlaub. dann geht man über zum sommerurlaub. dabei rückt man näher zusammen, weil es doch so verdammt kalt ist. dann wird erzählt von der arbeit, der verantwortung, vom vorweihnachtsstress und dass es so schnell dunkel wird. irgendwann wird frischer glühwein für die runde geholt, was meist die herren tun. ein gang zum klo gemacht, was meist den damen freude bereitet, vor allem wenn sie im kollektiv gehen dürfen. spätestens dann, und das ist bei frau und mann gleich- mit jedem schritt nimmt man die aufmunternde leichtigkeit in den beinen wahr -kälte und büro sind vergessen. dann kehrt man zum rudel zurück,  wird durch viel aufmerksamkeit und wärmende getränke belohnt. man lacht über flache witze, welche bald die gürtellinie erreichen. man holt sich schnell zu zweit eine rostbratwurst, obwohl man auf diät ist oder gar kein schweinefleisch mag. danach wirft man magenbrot, welches bekanntlich dem magen gut tut, und paar gebrannte mandeln hinterher. der zahnarzt wird's nächstes jahr schon richten.
dann singt man quälende weihnachtslieder. hält sich an den rostroten händen oder sogar schon an anderen körperteilen. vielleicht verborgen oder sogar offensichtlich. schliesslich ist der markt gross und jeder will erobern oder erobert werden. die damen rivalisieren langsam. die herren auch. da wird vom dynamischen fahrwerk des neuen audi a7 erzählt, dem zukünftigen eigenheim am berg und der uhr, welche man sich selbst zum geburtstag gegönnt hat. die damen berichten, dass ihr körper nicht viel sport braucht, um so knackig zu bleiben, sex mit frauen gar nicht so schlecht ist und dass das kochen von rinderrouladen ein kinderspiel ist.
da verabschieden sich schon die ersten. langweiler, würde man sagen. wer will denn schon nach hause? in die öde 3-zimmerwohnung, wo es zwar eindeutig wärmer ist, aber da fehlt es doch eindeutig an menschenwärme. gerade jetzt. zu weihnachten. daheim ist das fernsehprogramm doch festgefroren und die mulde in der couch erinnert an sehr leere zeiten. da bleibt man doch lieber und schickt die echten langweiler heim. jeder muss ja früh raus. die pflicht ruft bekanntlich, aber das ist nicht wichtig.
wichtig ist, dass sich paar gleichgesinnte gefunden haben. sich nah sind. und das an einem donnerstag. unter der woche. einfach so. wo man doch jedes wochenende abends verzweifelt unterwegs ist. sich sogar morgens für den supermarkt aufbrezelt. auffallen um zu gefallen- heisst die devise. denn überall lauern chancen, chancen der einsamkeit auf dauer zu entrinnen. also nimmt man diese wahr.
also umarmt man die nicola - oder hieß sie doch sabine? und wankt gemeinsam in richtung öffentliche verkehrsmittel oder gleich in richtung taxi, welches letztendlich ein und die selbe adresse anfährt. doch bevor es soweit kommt- marschieren sie an mir vorbei. mit roten nasen und glänzenden augen. wie eben kleine kinder, welche entweder das letzte türchen des adventskalenders öffnen oder endlich ihr weihnachtsgeschenk auspacken dürfen. singend im gleichschritt sehe ich sie. und sie geben sich dem frieden hin, nicht alleine sein zu müssen. hypnotisieren sich mit paar liebesschwüren, paar hingebungsvollen bussis und merken vor der haustüre, dass es bestimmt das beste sei diese kalte nacht gemeinsam zu verbringen. es war ja so schön. der nächste morgen und der kater sind noch paar stunden entfernt, so liegen sie dann in ihren zusammengeschraubten ikeabetten. füttern sich mit den steinharten, aber immerhin selbstgemachten keksen und zeigen ihre kinderfotos. oder sie hören 'last christmas'. andere versuchen sich im beischlaf, während andere sich liebevoll im fremden gäste-wc erbrechen oder rührselig auf der couch ihres attraktiven gastgebers einschlafen, während dieser von seinen wagemutigen tauchaktionen auf hawaii erzählt.
am nächsten morgen freut man sich, wenn man den namen des anderen noch kennt. oder bestenfalls seinen eigenen. alle klamotten schnell findet und abhauen kann oder man freut sich tatsächlich über ein ernstgemeintes kaffeeangebot und eine nüchterne unterhaltung.
was aus diesen weihnachtsmarktbekanntschaften wird kann man schwer sagen. vielleicht trennen sie sich genau an diesem  morgen. vielleicht treffen sie sich mal zum abendessen, merken aber bald, dass hawaii und der schwarzwald  einfach nicht zusammenpassen. vielleicht haben sie mehr sex als in ihrem bisherigen leben oder sie bleiben zusammen. um im nächsten jahr auf dem gleichen weihnachsmarkt gemeinsam aufzutauchen.  hand in hand  lachen sie dann über diesen weihnachtszoo, welcher balzverhalten, liebesschwüre und rote birnen an jeder ecke bietet.