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Donnerstag, 19. April 2012

regen gemeldet



>vermisst du sie?<

>ja<

>tut es weh?<

> ja, schon.<  ich räuspere mich. >schlimmer ist, dass es auswegslos ist. > kalt ist mir. obwohl es nicht kalt ist. ich komme mir wie eine goosebump vor. eine fette. eine ganz fette.

>wirst du was unternehmen?<

>nein, es macht keinen sinn.< 

>liebst du sie denn?<

>ja<.

>dann geh‘ zu ihr.>

>würde ich sofort, um dann wieder weggeschickt zu werden.<
husten.
>bist du dir sicher?<

>glaube schon. ich kenne sie . hier ist sie berechenbar.<

>wie ist das alles passiert?<

>wenn ich das wüsste. ich dachte sie sieht gespenster. aber es scheint wohl was dran zu sein. sie ist – naja, sie ist medial veranlagt. wie ein seismograph weisst du? sie nimmt schwingungen wahr. nur leider nicht die, die ihr gut täten. ich tue ihr weh und sie verschwindet. sie hasst ungerechtigkeit. und sie fühlt sich ungerecht behandelt von mir. herrgott. ich vermisse sie so sehr. es sprengt mir den brustkorb vor schmerzen.<

>scheisse.<

>hm.<  da ist es wieder- dieses unwohlsein. dieses ohne-sie-sein. sie ist weit weg- und doch so nah. alles riecht nach ihr. ich sehe sie vor mir. ihr lachen. ihre zähne. sie wollte sie immer weisser haben. dabei waren sie schon weiss. und dann ihre stimme. vor allem wenn sie schreit. mich hat sie angeschrien. im streit. oder im bett. das zweite war mir immer lieber. passioniert. ja. so ist sie.

>stimmen denn ihre vermutungen? bist du ein scheisskerl?<

>gott bewahre.< was denkt er denn? im tiefen bin ich einsam. etwas gesellig. sonst wäre ich noch einsamer. ich war vielleicht nicht immer ehrlich. nicht ehrlich zu mir selbst vor allem. und jetzt werde ich langsamer, wenn sie nicht da ist. es ist grauer ohne sie. auch wenn es ruhiger ist. aber die ruhe ist nicht auszuhalten.
>also.um ehrlich zu sein - mein stolz ist grösser als mein kampfgeist.<  wie ich es hasse schwächen zuzugeben.

>aha. ich dachte du hättest mehr mumm in den knochen. was ist denn nur los mit dir?>

gequältes grinsen. da steht er. mein freund. mein bester. 
er ist orthopäde. er muss es ja wissen. 
mir wurde leichter. irgendwie. er hat recht. 
ich sollte kämpfen. 

Donnerstag, 16. Februar 2012

faustdick


gibt es was auf augen und ohren. goethes faust beehrt uns im schauspielhaus.  teil1der tragödie unter der regie von stefan pucher und der teil 2 von benedikt von peter, welcher hier gerade seine erste schauspielinszenierung erarbeitet.
hier kommt auch gretchen, die an der liebe zu grunde geht,  faust- der verjüngt um sein leben und gretchen's liebe kämpft und -  mephistopheles, der kluge und dunkle wegbegleiter, aber keinesfalls der wahrhafte teufel  laden zum lebens-reigen ein.
das, was mir inform der grauen schullektüre noch etwas spröde im magen liegt, wird hoffentlich von einem fleischgeworden bühnenspiel beseitigt. ich gebe es zu, ich sterbe vor neugier.

die premieren am 14. und 15. september 2012 bilden einen höhepunkt der frankfurter goethe festwoche 2012.

alle infos sind hier schauspiel frankfurt.


Dienstag, 2. Dezember 2008

drumlesson



by christian prommer.
claire heisst der track.



can you feel it? heisst dieser track.

passt zu meiner gemütslage. graues wetter, graue strassen, graupelschauer, graue gesichter.

aber: irgendwo tief im körper brodelt und kocht es. gottseidank.