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Dienstag, 20. Oktober 2015

meine reise

ich reise.
durch den sturm.
durch kälte.
bergauf.
bergab.

ich komme an.
es ist warm.
du.
liebe.
leben.
freude.
nicht einfach.
nicht schwer.

aber
ich bleibe.
hier ist
leben um zu leben.
und 
liebe um zu lieben.

Sonntag, 23. März 2014

vakante stellen oder der tag der geschlossenen tür

wenn weisser reis auf einmal dirty ist und schwarzer espresso durchsichtig, wenn dreckige wäsche-  nach der 30. wäsche dreckige wäsche bleibt, wenn die nacht mir fragen aufwirft, die mein tag nicht beantworten kann, dann weiss ich, dass heute der tag der geschlossenen türe ist. ich ziehe die ärmel meines pullovers ganz lang, um mich darin zu verstecken. ich richte den kragen meines mantels in den himmel und schaue den tunnel an, der auf mich zukommt. ich mag den tunnel. es gibt dann nur einen weg. und zwar geradeaus. ich mag geradeaus. dabei muss ich nicht mal das licht am ende des tunnels sehen. ich gebe zu, dass meine laune nicht die beste ist, dass meine vertrauten mich mit kugelrunden fragend augen anschauen und ich mich nicht mehr über faustgrosse schweissränder unter meinen armen wundere, da ich was verarbeite. ja, es ist arbeit. herzklopfen. es ist adrenalin. es ist alles anders. und neu. in den letzen wochen waren es gedanken im rausch. nun sind die gedanken im raum. vielleicht ist morgen wieder alles offen. morgen ist montag. und es gibt vakante stellen. kuchen. kuchenkrümel. hilflose bedienungen und satten espresso.

Donnerstag, 27. Februar 2014

zwei geschichten im frühling

die strassen waren leer. vom regen nass. ich fröstelte und zog den gürtel meines trenchcoats fest zu. ich nahm das rad und fuhr langsam über die alte brücke. wind und möwen kamen mir entgegen. der himmel war wieder blau. ich geblendet. haare peitschten mir ins gesicht. meine augen tränten. dicke bäche zogen sich über meine wangen. ich wusste nicht, wie lange ich über die brücke brauchte, doch als ich ankam - war es frühling.

paris. ich höre akkordeonklänge. beobachte menschen. verliebte. hand in hand. ich mag das klischee. ich mag die strassen. den trenchcoat habe ich immernoch an. beige. innen kariert. jetzt mit roten lippen. einen café in der linken hand. die rechte hand vergrabe ich zwischen meinen beinen. es fröstelt mich. aber ich bin nicht alleine - der frühling umarmt mich.